| Tag 3 - von Furtwangen nach Günzburg (10. Juli) |
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| Geschrieben von: Michael Schoch | |
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Jetzt geht's erst richtig los! Nach dem zweitägigen Prolog galt es heute Sonntag 10. Juli ernst! Bereits um 07:15 Uhr war nach einer kurzen Nacht (das wunderbare Grillfest beim Duffnerschen TWIKE Center in Furtwangen endete erst in den frühen Morgenstunden) Abfahrt zu den Donauquellen Furtwangens. Spannend ist der Streit zwischen Furtwangen und Donaueschingen, wer die echte Donauquelle auf seinem Stadtgebiet habe. Ein Narrengericht soll einst entschieden haben, beide hätten recht, denn ohne diesen Streit wäe die Welt um zu vieles ärmer! Um eine weitere "neutrale" echt schweizerische Variante ins Spiel zu bringen, wurde bei der Begrüssung vermerkt, dass der in der Schweiz entspringende Inn bei der Einmündung in die Donau breiter als diese sei und deshalb der Inn in Donau umzutaufen wäre...! Das Frühstück neben der Quelle half Kräfte für den Tag zu sammeln, deren wir noch bedürfen werden! in rasanter Talfahrt geht es dann nach Donaueschingen zur Fortsetzung des heiteren Quellen-Streit-Ratens. Die wunderbaren fürstlichen Anlagen laden ein, wieder vorbeizukommen, um diese besser zu erforschen! Weiter gehts zur Donauversinkung, ein imposantes Naturphänomen, sieht man doch vorerst die Donau – und plötzlich ist sie weg! Der Bürgermeister erklärt uns die unterirdischen Formationen des Versickerungshöhlensystems und weist auf die Spuren des Urpferdes hin, welches in seiner Gemeinde als archäologischer Fund nachzuweisen ist! Dass die Versickerung auch für gewisse Politiker geeignet sein soll, soll reine Legende sein! Die Fahrt geht dann weiter dem Donautal entlang, um anschliessend über Berg und Tal in Beuron und Hausen zur dringend benötigten Ladepause nach über 100km Fahrt (selbstverständlich auch mit Muskelkraft!) zu enden. Die Mutigsten unter uns gehen dann im wahren Sinne des Wortes in der 12°C kalten Donau baden. So wunderbar frisch und sauber wird sie wohl nicht mehr so schnell sein auf unserer Reise! Um 18 Uhr geht es in strömendem Regen weiter der Donau entlang nach Ulm, wo eine kurze Lade- und Essenspause vorgesehen ist. Das Essen in der Pizzeria schmeckt herrlich, doch da Sonntagabend ist, kann der vorgesehene Strom nicht bezogen werden. In der Werkstatt eines TWIKE-Fahrers können wir zur späten vormitternächtlichen Stunde laden. Uns graut bereits etwas das Aufstellen der Zelte in Regen, Nässe und stockfinsterer Nacht sowie das frühe Weckergerassel... Doch darüber schweigt des Sängers Höflichleit vorläufig, mehr darüber im morgigen Bericht, denn über Zukünftiges will und kann sich der Berichterstatter nicht auf TWIKE-Äste herauslassen. Oder andersherum ausgedrückt: Wer in der Kristallkugel liest, muss lernen Scherben zu essen - und mir ist mehr nach einem Tira mi sù(!) zumute! (François Loeb)
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