| Südkurier - Dienstag, 12. Juli 2005 |
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| Geschrieben von: Michael Schoch | |
Schweizer Ex-Nationalrat macht mit Twike-Challenge Station am
Immendinger Donauphänomen. Immendingens einmalige Naturschönheit
verdient es, im Mittelpunkt internationalen Interesses zu stehen. Das
unterstrich ein vom Schweizer Ex-Nationalrat François Loeb angeführtes
Meeting, das aus Anlass der Powertwike-Challenge an der Donauversinkung
stattfand. Gegenüber Bürgermeister Helmut Mahler regte der Politiker
an, das Naturphänomen als Weltkulturerbe der UNESCO anzumelden.
Versinkung als Weltkulturerbe?Immendingen - Als Botschafter für die Donau als Lebensader und gleichzeitig als touristisches Highlight sind die Twikes, kleine dreirädrige Elektrofahrzeuge, derzeit vom Schwarzwald bis zur Mündung am Schwarzen Meer unterwegs (wir berichteten mehrfach). In Immendingen traf die Gruppe unter Führung des Schweizer Ex-Nationalrats Francois Loeb und des aus Furtwangen stammenden Felix Duffner ein. Duffner organisiert die Etappe Challenge-Etappe von Donaueschingen bis Ulm. 15 Fahrzeuge mit 20 bis 30 Personen vom wenige Monate alten Baby bis zum Senior beteiligen sich an diesem Teilstück der 3300 Kilometer langen Reise. Von der Schweiz, der Heimat des in den 80-er-Jahren entwickelten Twikes, über Deutschland, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Serbien-Montenegro bis zur Donaumündung in Rumänien wird eine 18-tägige Tour zurückgelegt. Acht Fahrzeuge nehmen die gesamte Strecke unter ihre drei Räder.In Immendingen empfingen Bürgermeister Helmut Mahler und Heike Fritsch vom Fremdenverkehrsbüro der Gemeinde die Challenge-Teilnehmer auf dem Wanderparkplatz Donauversinkung. Bürgermeister Helmut Mahler schilderte den Gästen die außergewöhnliche Bedeutung des Naturphänomens. Donauwasser versinke sicht- und hörbar über eine längere Strecke des Immendinger Donaubetts, fließe unterirdisch bis Aach und trete dort mit 10000 Sekundenlitern in Deutschlands größer Quelle wieder zu Tage. Von dort aus fließe es dann zum Bodensee und Rhein, münde also nicht ins Schwarze Meer, sondern in die Nordsee. Das Gemeindeoberhaupt nützte auch die Gelegenheit, den internationalen Besuchern die attraktive Anlage an der Donauversinkung mit Grill- und Radlerzeltplatz sowie den Fremdenverkehrsort Immendingen näher vorzustellen. Außerdem berichtete Helmut Mahler vom Höwenegg als weltweit anerkanntem Fossilienfundort mit sensationellen Entdeckungen. Weiter informierte er, dass Immendingen bi-nationaler Militärstandort sei und die Stärke der stationierten französischen Truppenteile noch weiter erhöht werden solle. Am 25. Juli erwarte man Verteidigungminister Struck zu einem Besuch. Ex-Nationalrat François Loeb, renommierter und in der Schweiz weitbekannter Politiker, zeigte sich von der Etappengemeinde sehr beeindruckt und empfahl dem Bürgermeister, die Donauversinkung auf Grund ihrer Einmaligkeit als Weltkulturerbe der UNESCO anzumelden. Mit einem Rundgang zur Versinkung und Alphornklängen unter schweizerischer Flagge klang das Treffen aus. (Jutta Freudig) www.suedkurier.de |
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