Tag 9 - von Dunaföldvár nach Vukovar (16. Juli) Drucken E-mail
Geschrieben von: Michael Schoch   
Problemlose Grenzübertritte und Überraschungen eines vielgesuchten Zeltplatzes.

Erstmals sind die Zelte am Morgen früh trocken, es ist bereits um 7 Uhr warm und schwül. Die Mücken laben sich an den frisch geduschten Körpern – es hat sich mückisch schnell herumgesprochen, dass wir hier sind – und gäbe es bei Mücken einen "Kulinariumführer", hätte ich, so nehm' ich an, mindestens vier Sterne, so umlagert bin ich stets!
Ein Fahrzeug hat der schwachen Zuleitung wegen nicht gut geladen in der Nacht, sodass sich die Abfahrt bis gegen 8 Uhr verzögert. Dann geht's los, der Hauptstrasse nach Richtung Kroatische Grenze, und wieder werden wir gegrüsst, angehupt und es wird uns zugewunken. Die Fernsehberichte wirken nach. Die weite Landschaft des südlichen Ungarns begeistert uns, das Frühstück wird Forint-sparend (die ungarische Währung) vor einem Supermarkt eingenommen, allwo wir uns auch mit Wasservorräten eindecken. Ein kleiner 1000 Kilometer-Service wird auf dem Parkplatz durchgeführt. Es sieht ulkig aus, wie das TWIKE von Hand in die richtige Position gehoben wird!



Und weiter geht's durch die flache Landschaft zur Kroatischen Grenze hin, wo kurz vor der Grenzstadt ein TWIKE den leeren Akku meldet. Da wir an der Donau die Mittagspause verbringen wollen, schieben wir das TWIKE mit einem andern TWIKE und treffen so im Zentrum ein. Ein kleiner Laden erklärt sich bereit uns Strom zu geben und so gruppieren sich die TWIKE um dessen Eingang im Kreis herum. Wir TWIKER erklären geduldig, verteilen EURO 2008 (Fussball-Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz) Pins und Kleber und ernten viele ungarische "Gössenems" (das heisst "Danke"). Dann besuchen wir den Ortskern, in welchem es mit Parkbänken beschaulich zugeht, und verpflegen uns in einem Restaurant, dessen Besitzer jährlich drei Monate in Saisonstelle an den Bodensee nach Überlingen arbeiten geht. Am Donauufer sind die grossen Passagierdampfer festgemacht und eine Fähre bedient für Autos und Fussgänger beide Seiten.



In der Zwischenzeit ist es sehr warm geworden und wir fahren schwitzend in Richtung Kroatien, wo wir problemlos über die Grenze wechseln. Von Forint haben wir uns auf Kroatische Kronen umzustellen, was wir bei einem McDonalds an einer Cola ausprobieren, denn die Strecke ist lang und ermüdend und etwas Koffein hält uns wach! Ja, dann treffen wir in Vukovar ein und suchen den eingezeichneten Zeltplatz, den wir partout nicht finden können. Ein Kroate mit Wiener Nummer erbarmt sich unser und führt uns zum Zeltplatz, der sich jedoch zwischenzeitlich zum Hotel gemausert hat! Zelten nicht möglich, lautet der Bescheid, so schlafen wir wieder einmal in Betten und unsere TWIKE erhalten guten Strom!
Morgen geht es nach Serbien, wo wir um 9 Uhr an der Donaubrücke von einem Freund erwartet werden. "Gute Nacht" tönt es bald aus der ermüdeten TWIKER Kehlen, und trotz der Hochzeit welche im Zeltplatz, der sich zum Hotel gemausert hat, gefeiert wird, fallen wir in tiefen Schlaf! (François Loeb)




  • Die Berichte und Fotos der letzten Tage sind endlich online!
    • Tag 8 –  Ein spontaner Besuch beim Hersteller unserer Kraftpakete und ein schöner Empfang in Budapest.
    • Tag 7 –  Der Tag beginnt im Irrgarten Wien und endet in einem Zelt mit Durch-Zug...
    • Tag 6 –  Auf dem Rathausplatz präsentieren wir erfolgreich unsere TWIKE.
  • Ausserdem einige neue Fotos
 
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