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Tag 12 - von Belgrad nach Dubova (19. Juli) |
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Geschrieben von: Michael Schoch
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Es ist sehr sehr heiss, doch zum ersten Mal seit einigen Tagen erleben wir wieder Regen. Und was für einer!
Der Service an einem TWIKE geht länger als geplant und so kommen wir in
den Genuss eines Ausschlafmorgens bis um Neun, nur die Mechaniker
müssen brummend früh aus den Federn! Ihnen ein grosses Lob, sie
betreuen unsere Fahrzeuge hervorragend beim Service oder bei kleinen
Unterhaltsarbeiten. Glücklicherweise können auch sie die Reise
geniessen, da kaum Probleme anfallen!


Erst um 12 Uhr, also in grosser Wärme, geht's los, begleitet von
unserem Lotsen Inavovic durch die Stadt Belgrad, vorbei an deren
Sehenswürdigkeiten in die Vororte, wo Strassenarbeiten unser
Unterfangen zum Staubschluckmarathon verkommen lassen. Ein Schluck
vorsorglich geladenes, kühles Nass hilft zum Spülen und zum Auffüllen
unseres Wasservorrates. "Oh", denkt der Berichterstatter, "das wird
Schweissdrüsenkater absetzen heute Nacht"! Doch bald bewundern wir
erneut das satte Grün der Landschaft, so fruchtbar ist die Erde
Serbiens, dass selbst am Strassenrand alles in tiefem grün erstrahlt!
Über Hügel geht's, die Donau sichten wir von Zeit zu Zeit, pedalend
hinauf und wieder hinunter. Über Rumänien ziehen schwarze Wolken auf,
es ist drückend schwül, jeder Pilot kämpft in seinem Fahrzeug mit der
Mittagshitze. Um 14 Uhr gibt es einen Zwischenhalt in einer Garage. Wir
laden unsere Fahrzeuge auf, wollen je nach Wetterentwicklung
entscheiden, wie weit wir heute fahren wollen. Bei Geplauder,
e-Mail-Abruf und türkischem Kaffee vergeht die Zeit im Nu, doch der
Himmel hat sich noch mehr verdüstert. Die ersten kühlen Tropfen fallen,
Blitze durchzucken die bleiernen Wolken, der Donner tönt nah! Wir
beschliessen, am Donauufer zu entscheiden, ob wir nach 40 oder 120 km
übernachten wollen (bei diesen Kilometersteinen gibt es
Übernachtungsmöglichkeiten).

Wir fahren los, Regen prasselt an unsere Windschutzscheiben. Erstmals
seit vier Tagen haben die Scheibenwischer erneut Schwerarbeit zu
leisten, doch im TWIKE ist es trocken, und dem über uns ziehenden
Gewitter zuzusehen ist eine wahre Pracht. Bald schon dringen erste
Sonnenstrahlen von hinten in die Wolken, und es scheint, dass diese ein
wahres Regenbogennest gefunden haben, denn plötzlich ist links ein
bunter Bogen, dann rechts ein anderer zu sehen, wir fahren auf sie zu,
sie sind zum Greifen nah, entziehen sich jedoch den TWIKER-Füssen, so
schnell und kräftig wir auch in die Pedale treten...
Bei der Beratung an einem kurzen Halt beschliessen wir der vorgerückten
Stunde wegen (es ist bereits 18 Uhr) hier zu übernachten, dafür aber
morgen bereits um 6 Uhr früh den Weg unter die Räder zu nehmen, denn
die schwarzen Wolken über den Hügeln der Donau verheissen nichts Gutes.
Am Donauufer finden wir ein kleines Hotel, stärken uns an einer
ausgiebigen serbischen Fleischplatte nach der obligaten Donaufischsuppe
und promenieren dann dem Donauufer nach. Denn in diesem kleinen
Ferienort ist die Promenade mit Strandcafés, Discos, Essständen und
kleinen Kiosken übersät. Beim Spazieren fallen dem Berichterstatter die
Augen zu. Es war der Hitze wegen ein anstrengendes Tagwerk, das die
TWIKER geleistet haben! (François Loeb)
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