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Diplomarbeit am Geografischen Institut der Universität Bern bei Prof. Dr. Wastl-Walter. Eingereicht von Martin Bolliger 1999 

Inhalt

Die Arbeit untersucht integrierte Verkehrs- und Energiesysteme. Sie stellt die Frage, ob es möglich ist, den motorisierten Individualverkehr nachhaltig mit regionaler, erneuerbarer Energie zu betreiben, wie das gegebenen Falles machbar wäre und welche Anforderungen an Verkehrsmittel und Energiebereitstellung gestellt werden müssten. Es werden verschiedene technische Möglichkeiten abgeklärt und konkrete Modelle berechnet. Die Fahrzeuge, welche sich für den Einsatz in regional autarken Verkehrs- und Energiesystemen eignen, verfügen über Leichtbauweise, geringen Energieverbrauch und hohe Antriebseffizienz. Auf dem derzeitigen Stand der Technik eignen sich elektrische Antriebe mit Akkumulatoren als Energiespeicher am besten um diese Anforderungen zu erfüllen. 

Als Voraussetzung für die technische Machbarkeit wird die soziale Akzeptanz der Komponenten der vorgeschlagenen Systeme mit Leitfadeninterviews untersucht. Wir stossen dabei in eine durchaus differenzierte und doch ambivalente Wertewelt vor, welche Motivation und Verhinderungsgrund zugleich sein kann und auf jeden Fall von zentraler Bedeutung ist für den angestrebten Umbau des Verkehrs- und Energiesystems. Es stellt sich heraus, dass das Fahrzeug den entscheidenden Faktor für die Realisierung des gesamten Systems darstellt. 

In der Synthese wird gefolgert, dass die Versorgung des Verkehrs mit regional gewonnener und erneuerbarer Energie möglich ist und dass auch die Bereitschaft für diese Umstellung besteht, dass aber noch ein beträchtlicher Handlungsbedarf existiert, mit welchem die Umsetzung dieser Wende vorangetrieben werden muss.

Der Energiebedarf für die Flotte von 3.5 Millionen Fahrzeugen in der Schweiz könnte durch die Einsparungen gedeckt werden, welche durch den Einsatz von Wassersparduschbrausen im Haushalt gemacht werden können. 3.5 Millionen effiziente Fahrzeuge verbrauchen ca. 3.125% des heutigen Elektrizitätsbedarfs. 



 
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