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Einleitung
Inhalt
2
Voraussetzungen für regional autarke Verkehrs- und Energiesysteme
3
Technische Möglichkeiten zur Deckung des Energieverbrauchs von regional
autarken Verkehrs- und Energiesystemen
4
Soziale Akzeptanz und Nachfrage für regional autarke Verkehrs- und
Energiesystemen
5
Expertengespräche
6
Resultate
7 Ausblick
8 Literaturverzeichnis
9 Anhang
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Die
Region wird folgendermassen definiert:
Individuelle
Lebenswelt oder Handlungsregion.
Das entspricht dem Gebiet, in welchem sich eine Personvorwiegend
aufhält und bewegt, in
dem sie durch familiäre und/oder wirtschaftliche Aktivitäten
eine emotionale Bindungen aufbaut und
mit der Region und ihrem Inventar vertraut ist.
Regionalität:
Die regionale Energiegewinnung dient dazu, dass nur soviel Energie
verbraucht wird, wie generiert werden kann, was den Gesetzen der
Nachhaltigkeit entspricht. Durch die räumliche Nähe
von Energieerzeugung und Energienutzung soll gefördert werden,
dass die Anlagen den ästhetischen Ansprüchen der Nutzer
entsprechen. Diese räumliche Nähe fördert auch
das Verständnis für den Zusammenhang von Energieerzeugung
und Energieverbrauch. Die Regionsabgrenzung soll also erreichen,
dass die Verkehrenden mit den Anlagen zur Energiebereitstellung
ihrer Fahrzeuge im Alltag konfrontiert werden. Das Verständnis
für die Grössenordnungen der unterschiedlichen Energieverbräuche
in Haushalt, Verkehr, Gewerbe und Industrie sowie die Einsparungs-
und Nutzungspotenziale verschiedener Energiequellen wird dadurch
ebenfalls gefördert.
In der Postmoderne wird die Region als Fläche immer mehr
durch Netzwerke und Bezugspunkte ersetzt. Die Diskussion darüber,
was eine Region ist und wie sie abgegrenzt werden kann, füllt
seit Jahren Seminare und Kongresse von Geografinnen und Geografen
in der ganzen Welt. Die Diskussion wird laufend kompliziert durch
die zunehmende Internationalisierung von Wirtschaft und Politik,
durch die Vergrösserung der Mobilität der Individuen,
sei es die physische, die mit Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel
wie mit Freizeitaktivitäten und Ferienreisen verbunden sein
kann oder sei es jene Mobilität, die sich über die globalen
Telefonnetze und Satellitensysteme abspielt, welche die BenützerInnen
via Ton, Bild und andere Medien mit den entferntesten Regionen
des Planeten verbindet. Wo können wir Grenzen ziehen und
wo sollen wir diese ziehen?
Politisch gesehen ist die Gemeinde die kleinste regionale Einheit,
die handlungsfähig ist. Die Gemeinde ist für grosse
Teile der Bevölkerung auch die regionale Einheit, welche
am intensivsten als solche wahrgenommen wird, weil sie die Postadresse
bestimmt, die Telefonnummer beeinflusst, das Schul- und Polizeiwesen
regelt, Steuereinheit darstellt etc. Aktivitäten auf Gemeindeebene
werden von den BewohnerInnen der Gemeinde direkt wahrgenommen.
Die Gemeinde wird in sich in Quartiere aufgeteilt, deren Aktivitäten
meist aus einer Zusammenarbeit von Interessensgruppen und der
Gemeinde bestehen. Diese Aktivitäten und damit auch das Quartierbewusstsein
sind stark abhängig von den jeweiligen BewohnerInnen des
Quartiers sowie vom baulichen und historischen Charakter von Quartier
und Gemeinde. In einigen Fällen würde sich diese Einheit
eignen, um mit RAVE aktiv zu werden, in anderen Fällen ist
sie gar nicht existent.
Die Gemeinden in der Schweiz sind von ihrer Fläche, ihrer
politischen Ausrichtung, ihrem Aktionspotential und ihrer Bedeutung
her sehr unterschiedlich dimensioniert. Für die Landesplanung
werden deshalb teilweise mehrere Gemeinden zu Planungsregionen
oder Entwicklungsregionen zusammengefasst. Der Perimeter wird
dazu nach funktionalen Merkmalen gewählt, die für die
jeweiligen Planungs- oder Entwicklungsvorhaben sinnvoll erscheinen.
Damit wäre diese Einheit ein geeignetes Gefäss für
RAVE, da die Mobilität in vielen Planungsvorhaben eine wichtige
Rolle spielt. Der Nachteil der Entwicklungsregion als Einheit
ist allerdings, dass sie, ähnlich wie die Pendlerregion,
von der Bevölkerung kaum wahrgenommen wird.
Die grösseren politischen Einheiten wie der Kanton und der
Bundesstaat wären ebenfalls denkbare Perimeter für die
Regionsabgrenzung von RAVE. Auf dieser Ebene besteht allerdings
die Gefahr, dass man mit beträchtlichen bürokratischen
Gebilden konfrontiert wird, bzw. an die nächst tiefere politische
Einheit, die Gemeinde weiter verwiesen wird.
Eine Möglichkeit, wie die Vorteile der verschiedenen genannten
Einheiten genutzt werden können, besteht darin, dass man
sich nicht auf eine dieser Ebenen festlegt, sondern die jeweils
angepasste benützt. Ein Kriterium für die „Angepasstheit
der Regionsabgrenzung“ ist das Bewusstsein für die jeweilige
Region in der Bevölkerung, die Verbundenheit mit dieser und
das Verantwortungsgefühl, das mit der Verbundenheit zusammenhängt,
sowie das Aktionspotential der Region und ihrer Institutionen.
Das Regionsbewusstsein ist nicht einheitlich in der Bevölkerung
verteilt, sondern individuell unterschiedlich, was den Einbezug
der Einzelperson in die Regionsabgrenzung notwendig macht.
Eine Regionsdefinition, welche in diese Richtung geht, ist die
Handlungsregion oder Lebenswelt. Sie entspricht dem Perimeter,
in welchem das Leben einer Person stattfindet. Dabei ist egal,
ob es sich um eine Fläche oder um ein Netzwerk mit Punkten
handelt, ob zusammenhängend oder verstreut. Die Wahl der
Lebenswelt als regionale Einheit für RAVE eröffnet die
Möglichkeit, dass wir uns auf allen oben beschriebenen politischen
und funktionalen Einheiten bewegen, dass wir uns praktisch keiner
Einschränkung unterwerfen, sondern die Regionsabgrenzung
abhängig machen von den an einem RAVE beteiligten Personen.
Weil sich die Handlungsregion eines Individuums im Laufe seines
Lebens durchaus verändert, ist es auch denkbar oder sogar
anzunehmen, dass RAVE diese beeinflusst und tendenziell ausweitet.
Die relevante Region für RAVE ist die individuelle Handlungsregion
oder Lebenswelt. Die Handlungsregion einer Person ist jenes Gebiet,
in welchem sie sich vorwiegend aufhält und bewegt. Die Person
hat familiäre, emotionale und/oder wirtschaftliche Bindungen
zur Region und ist vertraut mit dem Inventar, das diese Region
beinhaltet.
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