1
Einleitung
Inhalt
2
Voraussetzungen für regional autarke Verkehrs- und Energiesysteme
3
Technische Möglichkeiten zur Deckung des Energieverbrauchs von regional
autarken Verkehrs- und Energiesystemen
4
Soziale Akzeptanz und Nachfrage für regional autarke Verkehrs- und
Energiesystemen
5
Expertengespräche
6
Resultate
7 Ausblick
8 Literaturverzeichnis
9 Anhang
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Expertengespräche
- Resultate
- Synthese - Handlungsstrategien
- Ausblick -
Literaturverzeichnis - Anhang - Expertengespräche
- Musterbeispiele
von regional autarken Verkehrs- und Energiesystemen - Leitfaden
für die Interviews
5 Expertengespräche
Die Expertengespräche werden mit der gleichen technischen Ausrüstung
geführt wie die Interviews, mit dem Unterschied, dass Martin
Bolliger mit den Experten alleine ist und dass jeder Experte einen
auf sein Thema zugeschnittenen Leitfaden erhält. Die Experten
wurden vorgängig mit einem Auszug aus der bisherigen Arbeit über
RAVE unterrichtet. Die Gespräche konnten kürzer und konzentrierter
geführt werden als die Interviews, weil vorallem sachliche Kommentare
gefragt waren und weniger auf unterschwellige Informationen geachtet
werden musste.
Die Expertengespräche sind als eine Stellungnahme zu den Resultaten
aus den Interviews (4.6. Folgerungen 2: Soziale Akzeptanz und Nachfrage)
zu bewerten. Gleichzeitig spielt die Evaluation von RAVE als Idee
oder Projekt ebenfalls in den Text hinein.
Als Experten befragten wir die folgenden drei Persönlichkeiten:
Urs Muntwyler ist der Geschäftsleiter der Muntwyler Energietechnik
AG in Zollikofen bei Bern. In dieser Funktion in der Muntwyler Energietechnik
AG, die sich mit dem Bau von Solaranlagen beschäftigt, ist er
ein kompetenter Ansprechpartner für Solartechnologie. Er ist
auch ein Kenner der alternativen Fahrzeug- und Treibstoffszene. In
den 80 er Jahren hat er sich einen Namen gemacht als Mitinitiator
und technischer Leiter der Tour de Sol, einem jährlich stattfindenden
Solarmobilrennen in der Schweiz, das wichtige Entwicklungsimpulse
für effiziente Fahrzeuge gebracht hat. Die Tour de Sol war eines
der frühesten Etappenrennen mit Solarmobilen und wurde weltweit
kopiert. Urs Muntwyler wurde für verschiedene Programme des Bundesamtes
für Energie als Experte beigezogen und er wirkt auch heute noch
in nationalen und internationalen Programmen mit.
Paul Messerli ist Professor für Kultur- und quantitative Geografie
an der Universität Bern. In den achtziger Jahren koordinierte
er das interdisziplinäre Forschungsprogramm „man and biosphere“
im Schweizerischen Alpengebiet und leitet seit 87 die Gruppe „Wirtschaftsgeografie
/ Regionalforschung“. Die wirtschaftsgeografischen Seminare und Vorlesungen
von Paul Messerli befassen sich mit verschiedenen Auswirkungen neuer
Wirtschafts- und Innovationsmodelle auf Gesellschaft, Raum, Wirtschaft
und Umwelt. Dabei ist der Konflikt zwischen wirtschaftlich quantitativen
Faktoren des Produktions- und Konsumationsapparates und dem Erfolg
und der Innovationstätigkeit ökologisch und sozial sinnvoller
Lösungen ein zentrales Thema.
Martin Pulfer ist Programmleiter für das Programm „effiziente
Fahrzeuge“ des Bundesamtes für Energie BfE. In dieser Position
leitet er den Grossversuch mit Leichtelektromobilen in Mendrisio und
den beteiligten Partnergemeinden.
Expertengespräche
- Resultate - Synthese
- Handlungsstrategien - Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anhang - Expertengespräche
- Musterbeispiele
von regional autarken Verkehrs- und Energiesystemen - Leitfaden
für die Interviews Zurück
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5.1
Zentrale Aussagen der Experten zu RAVE:
5.1.1 Bewertung von RAVE
Muntwyler: Die Leute wollen nicht mehr irgendwelches Öko-Umweltzeugs,
die wollen einfach billig durch die Gegend fahren. Es gibt natürlich
eine Minderheit, die sich auch ein Twike kauft. Oder einen Flyer
oder sonst etwas Verrücktes. Aber es handelt sich nicht um
ein Massenthema. Es ist ein Nischenprodukt, was auch interessant
sein kann.
Wir sind total vernetzt und zwar auch im Energiebereich, also
gibt es keinen Grund, autark zu sein. Aber es wird trotzdem in
diese Richtung gehen müssen, denn wir können nicht immer
mehr herausnehmen als wir ins System reingeben. Das ist schon
klar. Eine Frage ist allerdings, ob man einen Vorteil erhält,
wenn man das macht.
Messerli: In Tourismusorten wären FREE Mobile bestimmt attraktiv.
Die Frage ist, was es heisst, wenn wir in Davos sitzen und dort
einfach mit FREE herumfahren. Mit einem Flyer würde es bestimmt
Sinn machen, Experimentierstrecken zu fahren auf die Pässe.
Man könnte sich sicher etwas einfallen lassen. Die Leute
lassen sich auch eher in der Freizeit auf neue Dinge ein, also
müsste man nur die geeigneten Orte finden, um diese Mobilität
im Nahbereich so abzuwickeln, was einen guten Demonstrationseffekt
ergäbe.
Pulfer: RAVE ist gut wegen den physischen Voraussetzungen bezüglich
Ressourcenschonung, Klima etc., aber es ist auch eine Chance für
den Werkplatz Schweiz, wenn wir mit solchen Geräten auf den
Markt kommen. Auch für die Bildung liegt eine Chance darin,
wenn die Hochschulen solche Sachen mitentwickeln können.
5.1.2 Region
Muntwyler: Die Region ist etwas für Ökomenschen. Aber
das gibt es schon. Wir haben auch Kunden, die Dinge wie Direktvermarktung
von ökologischen Produkten zelebrieren und damit erfolgreich
sind. Das geht in die Richtung des Tourismus, wo es einfach auch
origineller ist, wenn man regionale Produkte anbieten kann.
Messerli: Ich glaube bei unseren Agglomeranden ist die Region
nicht klar fassbar. Ist es die Stadt oder ist es die Gemeinde?
Die Region wird nicht kommuniziert, tritt gar nicht auf. Ein Weg,
dieses Bewusstsein zu fördern, würde darüber führen,
dass ein regionaler Wettbewerb aufgezogen würde, in dem verschiedene
Regionen gegeneinander konkurrenzieren und dafür belohnt
würden, besser zu sein als die anderen. Alles in allem ist
aber die regionale Mentalität kein starker Punkt, besonders
nicht im amorphen Gebilde der Agglomeration, wo RAVE am meisten
Sinn macht.
Politisch wäre wohl die Gemeinde im Vordergrund, denn zur
Gemeinde hat man am ehesten einen Bezug. Nur ist die Gemeinde
als Versorgungsraum zu klein, womit man auf Entwicklungsregionen
gehen müsste, wo man über gemeinsame Programme eine
Gemeinsamkeit erzeugt. Der Kanton ist zu gross und die Lebenswelt
zu individualistisch und die Pendlerregion wird im allgemeinen
nicht wahrgenommen.
Die Energie ist nirgends in die Regionalpolitik verpackt, man
hat sie höchstens unterstützt damit. Das müsste
man sich überlegen. Wenn das Konzept der regionalen Energieversorgung
der Mobilität wirklich ein Thema würde, könnte
man das gut in der Regionalpolitik umsetzen. Dazu müsste
Energie 2000 auch damit gekoppelt werden, denn da sind die Mittel,
das andere würde den Rahmen bilden.
5.1.3 Energieversorgung
Muntwyler: Strom ist physikalisch am einfachsten und um den Verbrauch
so tief zu halten, muss elektrisch gefahren werden. Mit Biogas
wird in der Schweiz kaum ein Blumentopf gewonnen. Biodiesel eventuell
in Nischen, zum Beispiel bei Flottenanwendung. Die anderen alternative
fuels haben in der Schweiz kaum Chancen, weil die Voraussetzungen
nicht da sind.
Neue Nutzungsformen wie die Wärmepumpen mischen den Markt
neu auf. Das gibt eine nachhaltige Umwälzung, die man heute
noch nicht so sieht, die aber in absehbarer Zeit greifen wird.
Die Brennstoffzellen sind überbewertet, weil es ein Modethema
ist. Dass die im Fahrzeugbereich kommen, glaube ich nicht wirklich.
Im solaren Bereich sind die kleinen Wärmeanlagen bemerkenswert,
die auf den Schweizer Markt kommen
Messerli: Entweder kommt beim Konventionellen endlich der Durchbruch
zum zwei oder drei Liter Auto, so dass man wahnsinnig zufrieden
ist und denkt, man brauche RAVE nicht mehr, oder es bleibt so,
dass man riesige Fahrzeuge hat mit ungeheurem Energieverbrauch,
was die Chance eröffnet, dass wir viel schneller zu dem Punkt
kommen, an welchem die Energiepreise steigen, oder es gibt wieder
eine OPEC, wo sich die Ölproduzenten zusammen tun und den
Saft rationieren. Es müsste auch die dringendste Agenda jeder
Regierung sein, abzuklären, wie das Land energetisch dasteht.
Entweder gibt es diese Information nicht, oder sie ist zu brisant
um herausgegeben zu werden.
5.1.4 Nachfrage
Muntwyler: Das Zielpublikum hat hohe Ausbildung und Einkommen,
politisch links-grün oder innovativ und aufgeschlossen. Links-Grün
passt im übrigen trotz allem zur hohen Ausbildung und auch
zum Einkommen. Akademiker, Lehrer. Die können alle Hobbys
haben und Lifestyle eher in Richtung ausgefallen. Segelflieger
und Segelschiffer liegen auch da. Oder gar nichts solches.
Untersuchungen zeigen, dass man mit einem Labeling des Solarstroms
und dem Einrichten von Solarstrombörsen 1-3% des Marktes
damit abdecken kann. Das sind die Privaten.
Wir brauchen einerseits harte Labels und andererseits das Vertrauen
der KonsumentInnen und die Vertrauenswürdigkeit der Lieferanten,
dass man für gekauften Solarstrom auch Solarstrom geliefert
erhält. Grosserzeuger wie die BKW haben ein miserables Image,
sodass die Leute bezweifeln, dass sie wirklich das erhalten was
sie gekauft haben. Das könnte neue Anbieter bevorteilen.
Es gibt Vorschläge, dass man einen Club macht, der Solarkraftwerke
installiert, von welchen die Konsumenten Solarstrom direkt beziehen,
ohne den Umweg über die Solarstrombörse. Man wüsste
genau wo die Anlagen stehen, und wenn es in einer Region genügend
davon gibt, stellt man sie den Käufern vor die Haustür.
Messerli:
Die Light-Mobiles sind zwar da und sicher recht weit fortgeschritten,
doch treten diese nicht gebündelt auf. Wenn Hayek immer noch
davon träumt, ein Fahrzeug mit Schweizer Technologie zu produzieren,
ist wohl noch etwas vorhanden, müsste zumindest. Auch die
Spirit of Biel, die hat zwar gesiegt, doch die ist wieder verschwunden.
Scheinbar besteht von der Industrie her keine genügend grosse
Nachfrage in der Schweiz.
Die Mobilität ist nicht Selbstzweck, sondern nur Mittel zum
Zweck. Gerade deshalb versucht man diese möglichst einfach
abzuwickeln. Die Relationen des Energieverbrauches sind wichtig,
um einen Zusatznutzen des Minderverbrauches sehen zu können.
Doch diese Relationen, obschon sie in jedes Schulbuch gehören
würden, sind den meisten Leuten unbekannt. Deshalb wird RAVE
wohl eher als Commitment aufgenommen.
Wir versuchen eine Gegenbewegung zum Dumping mit den Energiepreisen
einzuleiten über ein Labeling für Solarstrom. Das ist
wie Biofood. Der Schweizer würde wahrscheinlich keinen Genfood
essen, wenn er auch 20% billiger wäre. Er isst ihn nur deshalb,
weil er nicht weiss, dass er ihn isst. Wenn man das auf dem Strombereich
ebenfalls macht, sollte es auch erfolgreich sein.
Pulfer:
Alle Akteure können eine Rolle spielen. Ich sehe auch den
Einsatz von Flotten bei grossen Firmen, die ihren Angestellten
FREE zur Verfügung stellen. Das könnte sich für
die Firmen rechnen. Die Benzinpreise sind allerdings noch viel
zu tief, dass sich FREE wirklich und offensichtlich lohnen würden.
Die Energie ist viel zu günstig. Ein Liter Benzin, unbesteuert,
kostet 30 Rappen. Ein Liter Henniez kostet das Dreifache davon.
5.1.5 Image
Muntwyler: Die FahrerInnen von LEM sind nicht mehrheitsfähig,
nach dem Motto, der kann das schon, der verdient soviel Geld.
Da ist schon was dran. Das Körnchenpickerimage ist heute
auch nicht mehr gefragt. Das ist abstossend. So will nun wirklich
niemand sein, selbst wenn die Fahrzeuge gefallen. Heute muss man
mit Lifestyle daher kommen.
Pulfer: Die Botschaft kommt oft deswegen nicht an, weil die BenützerInnen
von LEM für den Normalverbraucher zu grün sind. Wenn
ein neues Fahrzeug auf den Markt kommt, gelingt es relativ leicht,
dieses relativ gut zu verkaufen, weil es in kein Schema passt
und deshalb auch nicht mit einer Preisvorstellung a priori besetzt
ist.
5.1.6 Wirtschaftlichkeit
/ Preis
Muntwyler: Natürlich, wenn ich einen Peugeot 106 habe der
aussieht wie ein Peugeot 106 für Fr. 40‘000.-, dann habe
ich schon ein mentales Problem und zwar zurecht. Das ist wirklich
schwierig verkäuflich, weil der Zusatznutzen eines normalen
Autos, das mit einem elektrischen Motor ausgerüstet ist,
nicht ersichtlich wird.. Aber wenn ich in ein TWIKE sitze für
Fr. 25'000.- ist das etwas anderes, weil es sich um ein ganz spezielles
und auffälliges Fahrzeug handelt, das man sehr unterschiedlich
bewerten kann. Ich habe Bekannte, die kaufen Segelflugzeuge für
Fr. 150‘000.-. und dann haben sie noch eine Photovoltaikanlage
für Fr. 80‘000.- . Diese Leute können die entsprechenden
Anschaffungen in ihrem Wertesystem so plazieren, dass der Preis
gerechtfertigt ist.
Messerli: Stichwort Wirtschaftlichkeit: Eine Wirtschaftlichkeitsabklärung
mit Vollkostenrechnung und Kostenvergleich wäre von grossem
Vorteil für die Umsetzung der Arbeit. Was letztlich zieht
ist das Portemonnaie, was die Anwendung geschickter Rechenmodelle
verlangt. Das ist ein psychologischer Effekt, ein Marketingeffekt.
Der Handlungsspielraum ist klein. Die Politiker haben wenig Interesse
daran, die Energie spürbar zu verteuern, weil die Problematik
derzeit wirtschaftslastig ist und man versucht Arbeitsplätze
zu erhalten.
Pulfer: In der wirtschaftlichen Situation von heute, die noch
immer eine Baisse ist, ist der Preis sehr wichtig. Dazu gehören
auch die variablen Kosten, welche die Kunden berechnen. Gerechnet
wird besonders dann, wenn das Fahrzeug nicht 100% des Mobilitätsbedürfnis
abzudecken vermag. Wenn es gelingt, Mobilitätsketten zu verkaufen,
eröffnen sich andere Möglichkeiten. Aber Kosten sind
eine entscheidende Grösse. Die Berechenbarkeit der Betriebskosten
konnte im Laufe des Grossversuchs ebenfalls verbessert werden
durch die höhere Garantiezeit, die verlangt wird.
5.1.7 Hinderungsgründe
/ Handlungsbedarf
Muntwyler: Eine Variante um die Leute mit FREE bekannt zu machen
und einer breiteren Bevölkerungsschicht den Einstieg zu erleichtern
ist, dass man die Leute von jung auf solche Fahrzeuge bringt,
was aufwendig und unbezahlbar ist. Man könnte aber zum Beispiel
Abenteuerferien mit FREE organisieren. Allerdings muss die ganze
Package stimmen.
Dass die Leute nicht mit FREE aufgewachsen sind, ist ein Hindernis.
Aber man ist zum Beispiel auch nicht mit dem PC aufgewachsen und
man weiss trotzdem, dass er unerlässlich ist. Man muss das
Produkt auch entsprechend einführen und positionieren, wenn
es sich um etwas wirklich neues und nie dagewesenes handelt.
Die Tatsache, dass derartige Fahrzeuge nicht alltäglich an
einem vorbeifahren, ist sowohl Vorteil wie Problem. Das grösste
Problem in diesem Zusammenhang ist, wenn keine Servicestellen
für das Produkt vorhanden sind. Gerade bei einem Produkt
wie dem TWIKE sind die Distributionskanäle von grösster
Bedeutung.
Es ist wichtig, dass man eine lokale und kompetente Ansprechperson
für das Fahrzeug hat. Es braucht für die Probefahrten
auch die Begleitung eines Verkäufers, der mit dem Fahrzeug
umgehen kann, der auch an die Grenzen gehen kann und zeigen, was
in der Maschine steckt.
Auch die persönliche Beziehung zum Erzeuger eines derartigen
Produktes ist Zusatznutzen, wenn man es richtig macht. Die Twiker
machen das wirklich gut mit der Frau Schnyder und der Frau Wenger.
Das ist auch bei den KäuferInnen von Äpfeln so und auch
bei jenen von Solaranlagen. Das spielt eine wichtige Rolle.
Messerli:
Die Barrieren bestehen bezüglich Sicherheit, Komfort, Image,
Lifestyle. Der Unterschied zwischen jenen, die bereits ein Committement
eingegangen sind, die sich mit der Sache auseinander setzten und
merken, dass es auch anders geht und jenen, die das noch nicht
erlebt haben.
Der Punkt ist, ob man ein regional gebundenes System offeriert
und ob man aufzeigt, dass es gute Gründe für diese Bindung
gibt oder nicht und dieses auch entsprechend begründet. Wenn
man von der Idee ausgeht, dass wir uns zwischen Wohn-, Arbeits-
und Freizeitorten bewegen, kann man auch zeigen, dass man, um
sich FREE zu bewegen, in diesem Perimeter auch die notwendige
Versorgungsstruktur braucht, die auch funktioniert und rentiert.
Diese ist abgestimmt auf die hauptsächlichen Benützer,
ohne andere auszuschliessen. Weil die Leute eine gewisse regionale
Lebensweise haben, hätte man auch die entsprechende Dichte
und genügend Kunden, um sowas zu finanzieren.
Pulfer: Das Image der Fahrzeuge ist zum Teil explizit negativ,
das teils auf die Tour de Sol zurückzuführen ist, wo
wirklich noch gebastelt wurde. Gerade die Garagisten, welche die
Fahrzeuge verkaufen, legen sehr viel Wert auf industrielle Fertigung
der Produkte.
RAVE verlangt vernetztes Denken. In den bisherigen Programmen
wurde weitgehend linear gedacht. Wenn man diese Vernetzung durch
Schulung und Aufklärung erreichen könnte, dann hätten
wir bedeutend grössere Chancen.
Es braucht auch noch Forschungsbedarf um die Standards so zu erhöhen,
dass sowohl das Ziel der 2000 W pro Person wie auch der gewünschte
Komfort und die Sicherheit erreicht werden können. Die moderne
Gesellschaft muss sich umstellen.
Das Vertrauen in die Produkte ist noch gering. Das langfristige
Vertrauen, das vielleicht mit einem plakativeren Auftreten erreicht
werden könnte. Politisch fehlt der Druck, wie Cadonau ihn
bei der Solarenergie macht. Es braucht auf dieser Ebene eindeutig
mehr Leute, die ganz klar erkennen, dass der Einsatz von regenerierbaren
Energien und von effizienten Fahrzeugen effektiv einen Nutzen
bringt. Dieser Punkt ist im allgemeinen noch zu umstritten. Die
Medien berichten ebenfalls immer negativ über irgendwelche
Ereignisse oder über Vorträge und Interviews. Nicht
weil die Ereignisse negativ wären, sondern weil die Medien
selektiv negativ hören.
Expertengespräche
- Resultate - Synthese
- Handlungsstrategien - Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anhang - Expertengespräche
- Musterbeispiele
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für die Interviews Zurück
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6
Resultate
6.1 Synthese
6.1.1 Regionale Autarkie
Die Verwendung des Konzepts der regionalen Autarkie in integrierten
Verkehrs- und Energiesystemen ist sinnvoll im Hinblick auf die
globale Nachhaltigkeit. Sie motiviert und zwingt dazu, mit den
vorhandenen Ressourcen schonend umzugehen und verhindert damit
ein mögliches Dumping, das auf Kosten von Landschaftsbild,
Gesundheit der Bevölkerung und Zustand von Natur- und Kulturraum
ginge.
Aus der Untersuchung der technischen Möglichkeiten geht hervor,
dass es von der physisch-quantitativen Seite her keine wesentlichen
Probleme gibt, die regionale Autarkie in einem integrierten Verkehrs-
und Energiesystem zu verwirklichen. Es liegt auch im Bereich des
Möglichen, dass die regionale Autarkie Entwicklungsimpulse
für die betroffenen Regionen geben könnte und diese
als Wohn- und Arbeitsstandort aufwerten könnte. Ein positiver
Effekt für die Schaffung von Arbeitsplätzen ist ebenfalls
wahrscheinlich, doch müssten diese Punkte in einer weiteren
Untersuchung im Detail abgeklärt werden.
Für eine regionale Autarkie des Verkehrs- und Energiesystems
gibt es die oben genannten Gründe. Im heute aktuellen und
stark vernetzten Wirtschaftssystem ist sie ein Anachronismus,
der nur durch wahrscheinliche Entwicklungsimpulse und durch physisch-quantitative
Faktoren erklärbar ist. Emotional spielt sie bei den von
uns befragten Personen eine untergeordnete Rolle, da die „Region“,
sei es als Entwicklungsregion, Pendlerregion oder als Lebenswelt,
kaum wahrgenommen wird.
Die regionale Autarkie gibt bei der Umsetzung ein Problem auf,
weil es kaum regionale Trägerschaften gibt. Von diesem Gesichtspunkt
her würde sich die kommunale oder kantonale Autarkie besser
eignen als die regionale. Andererseits entspricht letztere mit
der lebensweltlichen Regionsabgrenzung den Anforderungen des Postmodernismus
besser als erstere, da mit Netzwerken und Punkten gearbeitet werden
kann. Ausserdem lässt diese Regionsabgrenzung Raum für
Individualismus, was ein weiteres Merkmal für unsere Zeit
am Ende des 20. Jh. ist.
Die Wertung der regionalen Autarkie des Verkehrs- und Energiesystems
war bei wenigen ProbandInnen positiv, bei den meisten aber neutral.
In den Interviews war sie ein Thema, welches von uns explizit
angesprochen werden musste und das kaum von den InterviewpartnerInnen
selbständig weiterverfolgt wurde. Das zeigt uns, dass dieser
Punkt nicht entscheidend zur sozialen Akzeptanz des Systems beiträgt.
6.1.2 Regenerierbare
Energiequellen
Die Nutzung von regenerierbaren Energiequellen an Stelle von fossilen
Energien, welche in früheren Erdzeitaltern gebunden worden
sind, ist ein zentrales Anliegen der Welt-Umweltpolitik für
das beginnende 21. Jahrhundert. Seit mit der grossmasstäblichen
Freisetzung von fossilem Kohlendioxid begonnen wurde, hat die
Konzentration dieses Gases in der Atmosphäre signifikant
zugenommen. Durch die Eigenschaft, dass es die kurzwellige Ultraviolettstrahlung,
welche von der Sonne auf die Atmosphäre trifft, penetrieren
lässt und die langwelligere Infrarotstrahlung, welche von
der Erdoberfläche abgestrahlt wird, zurückhält,
wirkt es als Treibhausgas. Treibhausgase tragen dazu bei, dass
die Temperatur auf dem Planeten zunimmt, was zu Verschiebungen
der Klimazonen und der Vegetationsverteilung führt, was für
die heutige Flora und Fauna, inklusive Homo Sapiens, eine Bedrohung
darstellt.
Die Abklärung der technischen Möglichkeiten zeigt, dass
in einem integrierten Verkehrs- und Energiesystem der Einsatz
von regenerierbaren Energieträgern möglich ist.
Die Erzeugung der Energie kann mit einer Palette von bestehenden
und kommerzialisierten Energiegewinnungssystemen vorgenommen werden.
Die Hersteller der Anlagen bieten Anwendungsmöglichkeiten
für einzelne Haushalte, für Firmen, für Siedlungen,
für Schulen und Gemeinden etc., welche in Form und Dimension
auf die jeweilige Trägerschaft angepasst sind.
Die Umlagerung der Energie von einem beliebigen Verbrauchsbereich
(z.B. Haushalt) in das Verkehrssystem ist aus mehreren Gründen
interessant: Das Potential der Einsparungen bei Bau und im Haushalt
ist riesig, ins Besondere bei der Warmwasseraufbereitung. Die
Investitionen, welche für die Einsparung gemacht werden,
sind sehr klein, wenn es sich um technische Massnahmen handelt,
bzw. inexistent, wenn es sich um Einsparungen handelt, die durch
eine einfache Verhaltensänderung der KonsumentInnen bewirkt
werden.
Die Energie, die in einem Verbrauchsbereich wie dem Haushalt eingespart
und statt dessen für den Betrieb eines Fahrzeugs in einem
integrierten Verkehrs- und Energiesystem verwendet wird, ersetzt
im Verkehr ein herkömmliches Fahrzeug. Dieses würde
im Durchschnitt einen Faktor 10 mehr Energie verbrauchen. Damit
wird die anfängliche Einsparung durch die Umlagerung der
Energie verzehnfacht.
Die Interviews haben gezeigt, dass die konventionelle Energiegewinnung
ein schlechtes Image hat: Erdöl ist nicht nur durch die klimatischen
Probleme negativ besetzt, sondern auch durch den Landverbrauch
der Erdölgewinnung, durch die Risiken des Transports auf
Erdöltankern und durch die Grösse und Mächtigkeit
der Konzerne, welche die Erdölförderung betreiben. Diese
Ansammlung von Macht bei den Konzernen ruft bei einigen InterviewpartnerInnen
ein Gefühl der Ohnmacht hervor. Dies gilt nicht nur in Bezug
auf die Erdölkonzerne sondern auch in Bezug auf die Elektrizitätswerke:
Die Meinung ist weit verbreitet, dass diese nicht liefern, was
die EndkonsumentInnen verlangen. Insbesondere was die Kernkraftwerke
betrifft, sind sich die ProbandInnen (mit einer Ausnahme) einig,
dass diese einerseits eine unberechenbare Bedrohung für die
Bevölkerung darstellen und dass sie andererseits nicht zwingend
gebraucht würden. Die Ausdrücke „Atomlobby“ und „Energiediktatur“,
die wiederholt von unseren InterviewpartnerInnen aufgegriffen
werden, zeigen, dass in diesem Gebiet eine Unzufriedenheit besteht.
Demgegenüber stehen regenerierbare Energien, von den ProbandInnen
meist als „Sonnenenergie“ bezeichnet, die faszinieren und positiv
beeindrucken. Hier ist der Wunsch verbreitet, diese einsetzen
zu können. Die Gründe, weshalb diese nicht häufiger
verwendet werden, liegen bei den von uns befragten Personen darin,
dass sie sich nicht intensiv mit dem Thema befassen und/oder dass
sie mit den möglichen Varianten des Einsatzes und des Bezugs
nicht vertraut sind. Namentlich jene ProbandInnen, welche in einem
Mietobjekt wohnen, sind der Meinung, dass es Sache des Vermieters
wäre, sie mit einer umweltverträglichen Stromqualität
zu versorgen, bzw. dass sie selbst keinen Einfluss auf die Energiequelle
nehmen können. Breitere und tiefere Information ist im Bereich
des Energiebezugs über den Netzverbund dringend von Nöten.
Die Einsparung und Umlagerung von Energie von einem Verbrauchsbereich
auf den anderen und die damit zusammenhängenden sekundären
Einsparungen, die getätigt werden, finden in den Interviews
eine mässige Akzeptanz. Der Grund dafür liegt darin,
dass die Grössenordnungen des Energieverbrauchs unterschiedlicher
Anwendungen und der Energiedichte unterschiedlicher Energieträger
nicht bekannt sind. Auch hier ist es notwendig, dass informiert
wird und dass, um eine nachhaltige Gesellschaft anzustreben, dieser
Themenbereich anschaulich in der Grundausbildung unterrichtet
wird.
6.1.3 Fahrzeuge
mit regionalen erneuerbaren Energien (FREE)
Die Fahrzeuge erweisen sich als der entscheidende Punkt für
die Akzeptanz des gesamten Systems. Das Angebot von Fahrzeugen,
die als FREE betrieben werden können, überspannt mehrere
Fahrzeugklassen vom unterstützten Fahrrad bis hin zum mehrplätzigen,
geschlossenen Elektrofahrzeug, bietet jedoch innerhalb der Fahrzeugklassen
kaum Auswahlmöglichkeiten an. Der Antrieb der Fahrzeuge,
welche die Anforderungen bezüglich Energieverbrauch erfüllen,
basiert derzeit auf dem Elektromotor mit Energiespeicherung in
wiederaufladbaren Akkumulatoren verschiedener Grösse und
verschiedener chemischer Zusammensetzung. Dadurch verfügen
sie über Energiebeladungszeiten, die deutlich länger
sind als jene von Fahrzeugen mit fossilen Energieträgern,
was zumeist als eine Einschränkung der Reichweite wahrgenommen
wird. Die erfolgreichsten Produkte auf dem Schweizer Markt (Flyer,
Twike) ergänzen den Antrieb mit einem zusätzlichen Strang,
mit welchem Muskelkraft auf das Rad übertragen werden kann.
Die InterviewpartnerInnen wünschen sich Fahrzeuge, welche
„sauber“ fahren, Fahrzeuge, die kein schlechtes Gewissen erzeugen
und keine Argumente benötigen, mit welchen man die Benützung
des Fahrzeugs rechtfertigen muss. Trotzdem ist die soziale Akzeptanz
der von uns vorgeschlagenen Fahrzeuge nicht bedingungslos gegeben:
Das Vertrauen in die Funktions- und Leistungsfähigkeit von
elektrisch betriebenen Fahrzeuge ist noch mit „wenn“ und „aber“
belegt. Dies betrifft nicht nur die technische Funktions- und
Leistungsfähigkeit, sondern auch die ökonomische, die
soziale, die emotionale und die plakative. Damit sind die hauptsächlichen
Zusatznutzen des Autos angesprochen, welche in den Interviews
eingehend dokumentiert werden konnten. Dieses Misstrauen stammt
aus der „Frühzeit“ der Elektromobile, in welcher die Fahrzeuge
weder ästhetisch ansprechend, noch leistungsfähig, noch
zuverlässig waren. Die Produkte, die wir als FREE vorstellen,
sind sehr anfällig auf einen negativen Imagetransfer, weil
sie als Nachfolger der obengenannten Fahrzeuge diesen näher
stehen als anderen Fahrzeugen.
Die Anforderungen an Leistungsdaten, Raumangebot, Sicherheit und
Komfort sind stark von den Suggestionen der Autowerbung geprägt,
die nur wenig mit den tatsächlich benötigten Anforderungen
zu tun haben, welche gemäss der Verkehrsstatistik sehr niedrig
sind. Der Handlungsbedarf bei den Fahrzeugen betrifft nicht nur
die Information über diese realen Anforderungen und über
die Fahrzeuge, sondern auch die Sozialisation mit FREE, die späteren
Erfahrungen damit, die Beziehung zu FahrerInnen und Fahrern von
FREE sowie die Produkte selbst, insbesondere die Notwendigkeit
einer grösseren Auswahl verschiedener Marken, Formen und
Farben.
Expertengespräche
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- Anhang - Expertengespräche
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6.1.4
Grafische Zusammenfassung der Synthese nach Bereichen
Expertengespräche
- Resultate - Synthese
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- Literaturverzeichnis
- Anhang - Expertengespräche
- Musterbeispiele
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6.2
Handlungsstrategien
Ähnlich
wie beim Anforderungskatalog für die Fahrzeuge suche ich
hier nach einem möglichst grossen gemeinsamen Nenner, dessen
Veränderung nicht punktuell sondern auf das System als gesamtes
wirkt. Dieser gemeinsame Nenner im System RAVE, so scheinen die
Interviews zu zeigen, sind die Fahrzeuge FREE. RAVE wird über
diese wahrgenommen und ohne Fahrzeuge kann ein RAVE nicht bestehen.
Entsprechend ist das Ziel der Handlungsstrategien, RAVE für
eine möglichst grosse Anzahl von Fahrzeugen zu verwirklichen,
sodass damit möglichst viele herkömmliche Autos ersetzt
werden können.
Dieses Ziel kann mit Aktionen und Programmen in den folgenden
Gebieten angestrebt werden. Mögliche Trägerschaften
sehe ich vorallem im Bereich
? Schule (Akzeptanz und Gewöhnung an die Fahrzeuge, Information
über Energiedimensionen und –Quellen)
? Hersteller (Fahrzeuge, Kommunikation und Werbung, Vertrieb und
Service)
? Staat (Finanzierung und Kommunikation, Schaffung von Rahmenbedingungen,
welche Produktion und Einsatz effizienter Technologien interessant
machen)
Als Akteure und Zielpublikum für die Anschaffung und Benützung
der Fahrzeuge stehen Haushalte und Privatpersonen im Vordergrund.
Dies hat den einfachen Grund, dass die meisten Fahrzeuge von solchen
Privatpersonen besessen und gefahren werden und deshalb darin
ein mengenmässig grosses Potential liegt. Der grösste
Teil der LeserInnen dieses Textes ist BesitzerIn oder FahrerIn
von einem oder mehreren motorisierten Verkehrsmitteln, womit sie
zum Zielpublikum gehören. Sie sind an finanziellen Entscheidungen
des Haushaltes wesentlich beteiligt, was ihnen die Möglichkeit
gibt, Geld aus emotional mitbestimmten Gründen in diese Richtung
zu investieren oder auch nicht. Es macht wenig Sinn, ein Zielpublikum
zu definieren, das zuerst gesucht werden muss und dessen Entscheidung
von einer Vielzahl von rationellen und finanziellen Faktoren abhängt,
bei welchen ein FREE Fahrzeug ein herkömmliches nicht eindeutig
überragen kann.
Für Einrichtung und Betrieb der Anlagen zur Energieerzeugung
werden Kooperationen, Vereine, Genossen- und Gesellschaften im
Vordergrund stehen.
Expertengespräche
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6.2.1
Umsetzungsziele von RAVE nach Aktionsbereichen
Die erhaltenen Resultate, welche wir in der Synthese zusammengefasst
haben, zeigen das obenstehende Bild für die Umsetzungsziele
von RAVE, gegliedert nach Aktionsbereichen (Region, Energie, Verkehr).
Wenn wir dieses Bild mit den unterschiedlichen Klassen der InterviewpartnerInnen
verknüpfen, erhalten wir Hinweise auf konkrete Massnahmen,
die in Angriff genommen werden können, um die Akzeptanz von
regional autarken Verkehrs- und Energiesystemen mit ihren unterschiedlichen
Elementen zu erhöhen. Diese Umsetzungsziele werden im folgenden
Abschnitt ausformuliert:
6.2.2 Allgemein
? Im Allgemeinen dürfte die Kommunikation der Chancen, die
wir aus den Pull-Faktoren ziehen können sowie den Bedrohungen,
welche uns aus den Push-Faktoren erwachsen, eine Grundlage bieten,
auf welcher sich die soziale Akzeptanz von regional autarken Verkehrs-
und Energiesystemen aufbauen lässt.
? Die Kommunikation von Push- und Pull-Faktoren kann sich über
die Medien abspielen oder auch über Personen mit einem Multiplikatoreffekt
(z.B. E.U. von Weizsäcker, der mit seinem Buch „Faktor 4“
sehr viel in Bewegung gebracht hat), über staatliche Programme
(wie z.B. das Programm „Energie 2000“ des BfE) oder über
die Kommunikations- und PR-Wege von Firmen (wie z.B. die Kampagnen
der MCC Daimler-Crysler für den „Smart“) wie auch über
Forschungsinstitute und Universitäten (wie z.B. das Intergovermental
Panel of Climate Change IPCC, welches führend ist in der
Forschung und Verbreitung von Daten zur Klimaänderung)
? Die Verbindung der Energieversorgung und der Fahrzeuge verlangt
nach einer Trägerschaft, welche sich beispielsweise aus Exponenten
von Energie- und Fahrzeugproduzenten zusammensetzt.
6.2.3 Regionsverständnis
? Bezüglich dem Regionsverständnis herrscht bei den
meisten unserer InterviewpartnerInnen ein beträchtlicher
Bedarf an Information. Eine Stärkung des Regionsverständnisses
könnte über verstärkte Aktivitäten in den
Regionen und über einen Wettbewerb zwischen Regionen sowie
der Vermarktung regionaler Produkte erfolgen. Bis die Region im
herkömmlichen Sinne, also als räumlich definiertes Territorium,
in das Bewusstsein der Bevölkerung diffundiert hat und zu
einem Teil der Identität geworden ist, würde allerdings
eine beträchtliche Zeitspanne verstreichen.
? Die Definition der Region über die Lebenswelt erlaubt dagegen,
dass Orte, mit welchen man funktional eine Verbindung inne hat,
zum Beispiel über die Herkunft von Nahrungsmitteln oder von
Energie, individuell zur Lebenswelt gemacht werden können.
? Um diesen Prozess zu beschleunigen, wäre ein Marketing
der Produktionsflächen und –Punkte zu forcieren. Dies könnte
den Versand von Informationen und publikumswirksame Anlässe
im räumlichen und thematischen Umfeld der Anlagen beinhalten.
6.2.4 Energie
aus regionalen erneuerbaren Quellen
? Das Verständnis über die Herkunft, die Verteilung
und die Grössenordnungen von Energie sollte zu einem zentralen
Anliegen der Öffentlichkeit werden. Aus diesem Grund wären
die Informationen, welche zum Verständnis dieser Zusammenhänge
und Grössenordnungen führen, in Schulbücher zu
integrieren.
? Die Öffentlichkeitsarbeit mit vergleichenden Angaben über
die Grössenordnungen von verschiedenen Energien dürfte
es den KonsumentInnen erlauben, Produktion und Verbrauch unterschiedlicher
Lebensbereiche miteinander in Relation zu stellen. Ebenso müsste
die Verteilung der Energie mittels Netzverbund und ähnlichen
Modellen intensiver und anschaulicher kommuniziert werden.
? Die Art und Weise des Energiebezugs und der Verrechnung von
Energie sollte die Grössenordnungen transparenter in Erscheinung
treten lassen, selbst wenn dadurch Mehraufwand für RechnungsnehmerIn
wie RechnungsstellerIn entsteht gegenüber dem heutigen Zustand.
Erst dadurch könnte der Energieverbrauch auf freiwilliger
Basis sinnvoll gesenkt werden.
? Die Stellen, welche Energie aus regenerierbaren Quellen anbieten,
müssen ein Gesicht erhalten und ein Image aufbauen, welches
zulässt, dass ihnen genügend Vertrauen von Seite der
KonsumentInnen entgegengebracht wird, um für eine unsichtbare
Sache, welche über ein internationales Distributionssystem
verteilt wird, Rechnungen zu bezahlen. Dies könnte beispielsweise
über ein Label erfolgen.
6.2.5 Fahrzeuge
mit regionalen erneuerbaren Energien FREE
? Die Fahrzeuge mit regionalen erneuerbaren Energien FREE brauchen
eine Positionierung auf dem Markt und im Selbstverständnis
des Strassenbildes. FahrerInnen und Fahrer solcher Fortbewegungsmittel
gehören mithin zu den wichtigsten Imageträgern der gesamten
Fahrzeugklasse. Sie sind es, die in Familie und Bekanntenkreis
Wissen über Funktionsweise und Alltagstauglichkeit, über
Kosten und Serviceleistung, über Image, Zusatznutzen, Energieverbrauch
und -Herkunft glaubwürdig und ehrlich erzählen können.
? Die Kommunikation der Fahrzeugklasse FREE sollte, zusammen mit
einer weiteren Ausformulierung der Anforderungen, einen grossen
Teil der Bevölkerung erreichen.
? Das Erlebnis, ein FREE zu fahren und im Alltag oder auf Reisen
einzusetzen, sollte auch KonsumentInnen ermöglicht werden,
welche das Risiko eines Kaufs noch nicht auf sich zu nehmen bereit
sind. Die Erlebnisse mit Fahrzeugen, welche unsere Interviews
so stark beeinflusst haben, sollten auch mit dieser neuen Fahrzeugklasse
erzeugt werden können. Ein möglicher Rahmen wären
Reisen und Ausflüge an attraktive Destinationen, bei welchen
FREE als Transportmittel eingesetzt würden. Die ganze Package,
inklusive technischer Betreuung und Kost und Logis, sollte nicht
wesentlich teurer sein als eine geführte Reise mit herkömmlichem
Transportmittel. Eine Ausleihe von FREE sollte auch Teil des Angebots
jedes besseren Tourismusgebietes werden. Die TeilnehmerInnen,
falls nicht schon selbst FREE FahrerInnen und falls nicht nach
der Reise FREE KäuferInnen, würden zu InformandInnen
über diese Fahrzeuge, deren Funktionsweise und deren Alltagstauglichkeit.
Die Qualität dieser Informationen ist abhängig von der
Qualität des Erlebnisses, zu welcher das Fahrzeug selbst
nur einen Teil beisteuert. Als Nebenprodukt der Reisen könnte
ein Occasionsmarkt an FREE entstehen, welcher Fahrzeuge zu tieferen
Preisen auf den Markt bringt.
? Unterschiedliche Fahrzeugklassen könnten in der Schule
zum Anschauungsunterricht eingesetzt werden. Besonders interessant
wären natürlich die Vergleiche von Leistungsdaten, von
Gewicht, Effizienz des Antriebs und vom Energieverbrauch der verschiedenen
Klassen sowie vom unterschiedlichen Crash-Verhalten und so weiter.
Selbstverständlich gehört auch die Rückverfolgung
der Energie vom Ort des Verbrauchs über die Verteilung bis
hin zur Entstehung in dieses Thema. All das sind Informationen
welche, gemäss unserer Interviews, nicht zum Standard einer
eher gut informierten Bevölkerungsgruppe gehören und
welche dadurch auch nicht bei der Anschaffung eines Fahrzeugs
oder bei der Wahl der Energiequelle beigezogen werden können.
Die Auseinandersetzung damit könnte auch mithelfen, die Hemmschwelle
vor nicht herkömmlichen Produkten abzubauen.
? Mit der Ausweitung des Fahrzeugangebotes zu Gunsten von neuen
Herstellern, Formen, Farben und Fahrzeugkonzepten, dürften
nicht nur potentiell mehr Leute angesprochen werden als mit dem
recht eingeschränkten Angebot von heute. Vielmehr könnte
eine konstruktive Konkurrenz zwischen verschiedenen Herstellern
und Produkten entstehen, welche die Entwicklung neuer und noch
besserer Fahrzeuge beschleunigt. Dadurch könnte die Branche
als solches wahrgenommen werden und gemeinsame Ziele mit grösserem
Einfluss verfolgen als dies heute möglich ist. Auch könnten
die Fahrzeuge dadurch an Imagediversität gewinnen, da es
innerhalb der Fahrzeugklasse zu feineren Abstufungen kommt.
? Mit dem stärkeren und gebündelten Auftreten der Branche
ist es denkbar, dass die Entwicklung der Energiespeicher vorangetrieben
werden könnte und dass der Einkauf und die Fertigung von
Komponenten rationeller abgewickelt und dadurch Preiseinsparungen
gemacht werden könnten. Auch wäre es denkbar, dass die
Branche gemeinsam ein markenübergreifendes Vertriebs- und
Servicenetz aufbauen könnte um den Dienst an den KundInnen
zu verbessern.
? Der Ausbau der Infrastruktur für elektrisch betriebene
Fahrzeuge würde seinen Teil zur vermehrten Verbreitung dieser
Fahrzeuge beitragen. Wie KNOFLACHER nachweist, richtet sich im
Verkehr die Nachfrage oft nach dem Angebot und nicht umgekehrt,
wie sonst üblich. In den Interviews ist die Angst davor,
mit einem elektrischen Fahrzeug irgendwo steckenzubleiben und
keine Energie mehr zu erhalten, ein wichtiger Vorbehalt gegenüber
diesen Fahrzeugen. Die Infrastruktur sollte die FREE gegenüber
herkömmlichen Fahrzeugen bevorteilen, indem z.B. Parkplätze
reserviert werden, wie das heute schon bei Park&Charge der
Fall ist. Zum Ausbau der Infrastruktur gehört auch die gesetzliche
Verankerung von FREE und die spezielle Behandlung derselben im
Verkehr, mit der Öffnung der Busspuren für solche Fahrzeuge
und anderen wenig aufwendigen Massnahmen.
? Optische Werbung von FREE und Product-Placements in Filmen oder
anderen Medien könnten die subjektive Präsenz der Fahrzeuge
im Alltag erhöhen. Damit könnte ein relativ grosser
Teil der Bevölkerung erreicht werden, allerdings ist die
erreichbare Tiefe der Information sehr viel kleiner als bei der
Auseinandersetzung mit „echten“ BenutzerInnen von FREE.
Expertengespräche
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- Handlungsstrategien - Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anhang - Expertengespräche
- Musterbeispiele
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7
Ausblick
Die Grundlagen für ein nachhaltiges und integriertes oder
sogar regional autarkes Verkehrs- und Energiesystem sind gelegt.
Die Interviews zeigen, dass mehrere der von uns untersuchten Nachfragertypen
grundsätzlich bereit sind, auf nachhaltige Verkehrsmittel
umzusteigen. Die Umsetzung bedingt allerdings die Schaffung von
Instrumenten für die Anwendung des vorgeschlagenen Systems.
Diese sollten die Information und Aufklärung von Bevölkerung
und betroffenen Akteuren beinhalten. Mit diesem Schritt kann das
Bewusstsein für die Problematik wie auch für die Lösung
derselben geweckt werden.
Weiter sollten die Instrumente konkret Hand bieten für die
Evaluation von integrierten Verkehrs- und Energiesystemen und
deren Abwägung im Vergleich zum Herkömmlichen, sowie
für die Anschaffung und den Einsatz der Systeme. Die Schaffung
dieser Instrumente wird interdisziplinäres Vorgehen und die
Kooperation verschiedener Stellen verlangen, was bezüglich
Inhalt und Umfang ein beträchtliches Arbeitsvolumen aufgibt.
Es bleibt zu hoffen, dass dieses Arbeitsvolumen eine Trägerschaft
findet, welche es in Angriff nimmt.
Weil es sich bei den Push-Faktoren von RAVE um Eckdaten handelt,
die für die gesamte Gesellschaft relevant sind, liegt es
im mittelfristigen Interesse der Bevölkerung und des Staates,
dass das Verkehrs- und Energiesystem auf Nachhaltigkeit umgebaut
wird. Wie die Pull-Faktoren zeigen, profitiert das Individuum
persönlich von dem Umbau und die Hersteller von Systemen
oder deren Komponenten können damit ihren Umsatz erhöhen.
Die Realisierung eines integrierten Verkehrs- und Energiesystems
rückt in den Bereich des persönlichen und des kommerziellen
Interesses, womit zu erwarten ist, dass jene Firmen aktiv werden,
welche sich im entsprechenden Bereich beschäftigen.
Wir alle können durch die bewusste und überlegte Wahl
unseres nächsten Fahrzeugs dazu beitragen, dass der Verkehr
sich in Zukunft so präsentiert, wie es sich unsere GesprächspartnerInnen
in den Interviews gewünscht haben: Unabhängig, alltagstauglich,
effizient und zukunftsfähig.
Wie die Strassen in 20 Jahren aussehen werden, bzw. wieviel Energie
die Fahrzeuge im Jahre 2020 noch verbrauchen werden, lässt
sich aus den Grundlagen zu RAVE abschätzen. Es wird jedenfalls
interessant sein, zu sehen, ob wir einen Weg in das Jahr 2020
finden und wie dieser allenfalls begangen wird.
Expertengespräche
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8
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9
Anhang
9.1 Expertengespräch „Regenerierbare Energien“ mit Urs
Muntwyler, Muntwyler Energietechnik AG, Zollikofen bei Bern
Urs Muntwyler ist der Geschäftsleiter der Muntwyler Energietechnik
AG in Zollikofen bei Bern. In dieser Funktion in der Muntwyler
Energietechnik AG, die sich mit dem Bau von Solaranlagen beschäftigt,
ist er ein kompetenter Ansprechpartner für Solartechnologie.
Er ist auch ein Kenner der alternativen Fahrzeug- und Treibstoffszene.
In den 80 er Jahren hat er sich einen Namen gemacht als Mitinitiator
und technischer Leiter der Tour de Sol, einem jährlich stattfindenden
Solarmobilrennen in der Schweiz, das wichtige Entwicklungsimpulse
für effiziente Fahrzeuge gebracht hat. Die Tour de Sol war
eines der frühesten Etappenrennen mit Solarmobilen und wurde
weltweit kopiert. Urs Muntwyler wurde für verschiedene Programme
des Bundesamtes für Energie als Experte beigezogen und er
wirkt auch heute noch in nationalen und internationalen Programmen
mit.
Anfangskritik:
Die Leute wollen nicht mehr irgendwelches Öko-Umweltzeugs,
die wollen einfach billig durch die Gegend fahren. Es gibt natürlich
eine Minderheit, die sich auch ein Twike kauft. Oder einen Flyer
oder sonst etwas Verrücktes. Aber es handelt sich nicht um
ein Massenthema. Es ist ein Nischenprodukt, was auch interessant
sein kann.
Rahmenbedingungen für RAVE
Ansiedlung der Nische: 5-15 %, das entspricht dem VCS Publikum.
Aber jene, die es wirklich kaufen, sind noch deutlich unter dieser
Zahl. Ich würde sagen, von diesen 15% noch 1-2%. Auf zwei
Millionen Fahrzeuge sind das noch etwa 2'000. Immerhin.
Bewusstsein Ökologie: Man muss realistisch sein. Das Klima
hat umgeschlagen, was mir natürlich auch nicht passt.
Politik: Die Einstellung würde sich ändern, wenn Mühleberg
in die Luft flöge. Wenn die Politik Rahmenbedingungen machen
würde, zum Beispiel über Besteuerung und Parkplatzreglemente
könnte man die genannten 15% erreichen.
Wirtschaft: Die Wirtschaft wird kaum etwas unternehmen. Die Wirtschaft
wird kleine lustige Wägelchen bauen, die billig und halbwegs
ökologisch sind, aber nichts Verrücktes oder Extremes.
Die steigen erst ein, wenn ihnen von der Politik ein Türchen
geöffnet wird und der rote Teppich ausgebreitet. Dann kommen
sie, aber nicht davor.
Einzelpersonen: Einzelpersonen machen mit. Da kann man ökologisch,
technisch oder auf Lifestyle ausgerichtete Menschen ansprechen,
oder man muss Produkte haben, die genügend Kundennutzen bringen
und die werden kaufen. Die anderen werden es zwar nicht wirklich
verstehen, aber das ist eigentlich egal. Das Produkt muss den
Kundennutzen bringen, den Zweck erfüllen. Wenn das gegeben
ist, dann funktioniert es. Die Ökologie ist einfach ein Zusatznutzen.
Regionale
Autarkie: Wir sind total vernetzt und zwar auch im Energiebereich,
also gibt es keinen Grund autark zu sein. Aber es wird trotzdem
in diese Richtung gehen müssen, denn wir können nicht
immer mehr herausnehmen als wir ins System reingeben. Das ist
schon klar. Eine Frage ist allerdings, ob man einen Vorteil erhält,
wenn man das macht. Wenn wir nun unseren Strom mit einer Öko-Abgabe
belasten, dann ergibt sich daraus ein Wettbewerbsnachteil. Man
muss über das Geld argumentieren können. Etwas weiteres
ist der Zusatznutzen, der Added Value, der zumindest in touristischen
Regionen entstehen kann aus einem solchen System. Mendrisio hat
zum Beispiel einen Added Value durch den Grossversuch und die
machen es auch deswegen. Das Interesse liegt bei den regionalen
Impulsen und deswegen ist der Grossversuch gut für Mendrisio.
Sie erhalten immer wieder Presse, können Industrieansiedlung
machen, Kasino, Factory Outlet. Das ist ein Element des Marketingmixes.
Das könnte auch Bern machen mit Flyer und TWIKE und so weiter.
Begünstigende
Faktoren für FREE
Akzeptanz: In der Region Bern relativ hoch. Auch verstärkt
durch das positive Echo der Benutzerinnen von FREE, das sich herumspricht.
Region: Eher etwas für Ökomenschen. Aber das gibt es
schon. Wir haben auch Kunden, die Dinge wie Direktvermarktung
von ökologischen Produkten zelebrieren und damit erfolgreich
sind. Das geht in die Richtung des Tourismus, wo es einfach auch
origineller ist, wenn man regionale Produkte anbieten kann.
Erfahrungen: Die Probefahrten sind nicht wirklich relevant, dieses
herumwägeln mit dem Putschautoeffekt. Wichtiger ist, dass
man eine lokale und kompetente Ansprechperson für das Fahrzeug
hat. Es braucht für die Probefahrten auch die Begleitung
eines Verkäufers, der mit dem Fahrzeug umgehen kann, der
auch an die Grenzen gehen kann und zeigen, was in der Maschine
steckt.
Distributionsnetz: Auch die persönliche Beziehung zum Erzeuger
eines derartigen Produktes ist Zusatznutzen, wenn man es richtig
macht. Die Twiker machen das wirklich gut mit der Frau Schnyder
und der Frau Wenger. Das ist auch bei den KäuferInnen von
Äpfeln so und auch bei jenen von Solaranlagen. Das spielt
eine wichtige Rolle
Zusatznutzen: Es braucht ein Produkt, das sich von der Masse abhebt,
im positiven Sinne. Dann gibt es auch etwas, das man anderen Leuten
erklären kann, Dinge welche für diese neu sind und dass
das auch noch der Fitness diente, wird dem Porschefahrer daneben
mit dem grossen Bauch definitiv den Wind aus den Segeln nehmen.
In diesem Moment wird auch der Preis sekundär.
Behindernde Faktoren für FREE
Sozialisation: Das ist ein Hindernis. Aber man ist zum Beispiel
auch nicht mit dem PC aufgewachsen und man weiss trotzdem, dass
er unerlässlich ist. Man muss das Produkt auch entsprechend
einführen und positionieren, wenn es sich um etwas wirklich
neues und nie dagewesenes handelt.
Präsenz von FREE: Sowohl Vorteil wie Problem. Das grösste
Problem in diesem Zusammenhang ist, wenn keine Servicestellen
für das Produkt vorhanden sind. Gerade bei ein
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